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Raucherschutz und andere Kleinigkeiten

Allgemeine Sachen die sonst nirgens rein passen

Moderator: Taroko

Beitragvon Basti006 » 08.07.2008 17:16

Läuft ein bisschen Off-Topic die ganze Diskussion, findet ihr nicht?
Froh, nicht mehr auf dem Hamberg zu wohnen. Was macht das Wasser?
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Beitragvon Taroko » 08.07.2008 17:32

Jup, sollte man evtl. auftrennen und entsprechend verschieben. Sorry, hab mich selber bisserl mitreißen lassen ;-)
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Beitragvon Supaeasy » 08.07.2008 17:51

Die Raucher in meiner Geschichte waren die Gäste. Und denen kann doch deine Gesundheit als Kellner egal sein. Das ist halt der Unterschied zwischen Dienstleistern und Bürokräften.
Außerdem hast du meine anderen Beispiele mal bedacht?

//danke fürs auftrennen
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Beitragvon Charlotte » 09.07.2008 15:36

Naja, dafür ist ja BaFöG da.


Richtig, dafür SOLLTE es da sein. Effektiv sind die Sätze aber viel zu niedrig, um vernünftig leben zu können. Anstatt zu studieren, muss der entsprechende Empfänger noch Nebenjobs ausführen, wodurch sich seine Studiendauer verlängert usw. Man rechne nur mal durch, Miete, Verpflegung, Energiekosten, Studiengebühr - da kommst Du mit dem Regelsatz schon nicht hin, wenn Du VOLLES Bafög kriegst.


Nicht weil ich die Diskussion wider aufleben lassen möchte, und nein, auch nicht, weil ich ein Lebenszeichen von mir geben möchte, sondern rein aus dem Beweggrund Fakten zu schaffen, hier mal ein paar Zahlen zum BaföG von den Seiten von e-fellows.net, Näheres auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

"Detailliert setzt der BaföG-Satz sich wie folgt zusammen: Dem Grundbedarf über 333 Euro, der für alle gleich ist und den weiteren Zuschüssen.
Das sind:
Unterkunftspauschale bei elterlicher Wohnung: 44 Euro

Unterkunftspauschale bei auswärtiger Wohnung:
133 Euro

Mietzuschuss: bis 64 Euro (wenn die monatliche Miete 133 Euro übersteigt)

Kranken- bzw. Pflegeversicherungs-Zuschuss: 55 Euro (wenn der Studierende eine eigene Kranken- bzw. Pflegeversicherung hat)"

Und nun der Knackpunkt, um den es in eurer Diskussion ja ging:

"Der BAföG-Höchstsatz für besonders bedürftige Studenten liegt derzeit bei 585 Euro - wenn der Student in einer eigenen Wohnung lebt und selbst kranken- und pflegeversichert ist."

Wem das nicht reicht, der kann nebenher jobben, auch ohne eine Verlängerung der Studiendauer in Kauf nehmen zu müssen, sondern, im Gegenteil, seinen CV damit zu pushen. Beispielsweise seien Hiwi-Stellen genannt, die per se auf 30 Stunden im Monat begrenzt sind, was eine wöchentliche Belastung von knapp 7 Stunden bedeutet. Das erscheint mir machbar. Obwohl mit 6,50 €/h verhältnismäßig schlecht bezahlt, macht das nochmal knapp 200 € im Monat aus. (Dieser Satz bezieht sich übrigens auf Passau, in Städten mit höheren Lebenshaltungskosten ist er diesen angepasst, in München beispielsweise gibt es 7,90 €/h)

In Luxus schwelgen kann man damit sicherlich nicht, aber es sollte doch mögich sein, mit diesen Beträgen über die Runden zu kommen, oder liege ich damit falsch?
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Beitragvon Supaeasy » 09.07.2008 15:50

Unterkunftspauschale bei elterlicher Wohnung: 44 Euro
Also ich bin jetzt nicht so der Nebenkostenprofi, aber ist das nicht ganz schön viel? Also ich geh mal davon aus, dass die Eltern keine Miete wollen, sondern im schlimmsten Fall nur die Nebenkosten.

Im vergleich dazu finde ich die Pauschale für ne eigene Wohnung sehr niedrig. Also wie gesagt, im Vergleich - generell ist das aber schon ok. ich glaube die günstigsten Wohungen hier kosten 170€ oder? DA würde man ja schonmal mit hinkommen.

Absolut keine Ahnung habe ich von Versicherungen, da sag ich also nichts zu.

Wenn man jetzt vom reinen Eigenbedarf ausgeht kann man mit 333€ schon leben, dann ist aber auch nicht mehr viel drin. Dieser Hiwi-Job ist sicherlich ganz gut, weiß aber nicht, was man dabei macht. Aber wenn man darauf angewiesen ist kann man auch mit sehr viel weniger Arbeit sehr viel mehr Geld verdienen. Und für Gelegenheitsjobs gibt es ja diesen Newsletter für Nebenjobs von der Agentur für Arbeit.
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Beitragvon Taroko » 09.07.2008 16:33

Also,

1. Bevor das wieder Off-Topic läuft, hab ich den Threadtitel ein weiteres Mal verändert. Jetzt kann ich das, liegt ja in meinem Hoheitsbereich :D

2. Zum Thema Bafög:

Charlottes Aufrechnung ist sehr schön, sie krankt jedoch an einer winzigen Kleinigkeit: die meisten Studenten werden niemals den Höchstsatz einstreichen können! Schön wärs, ja, aber es ist leider traurige Wahrheit, dass hier großer Nachholbedarf besteht.

Außerdem sind Wohnungen auch bei weitem nicht überall so billig wie hier in Passau. In Großstädten oder an Orten mit außergewöhnlich vielen Studies ist an ein Leben nur vom Bafögsatz nicht zu denken (i.Ü. auch in PA nicht wirklich ;) ). Nebenjobs müssen also definitiv her, will man nicht den Eltern auf der Tasche liegen.

Dann: die Lebenshaltung ist in den letzten Jahren übelst gestiegen. Gabs da Anpassungen seitens des Bafögs? Weiß gar nicht, aber ich denke eher nicht. Zu gleich viel Einnahmen gesellen sich immer höhere Ausgaben. Auch das fördert die Notwendigkeit von Nebenjobs.

Bei denen gibts wohl zwei Arten. Zum einen die, die ich als quasi-Fortbildung fürs Studium mache (Werksstudent, Hiwi-Stelle am Lehrstuhl). Sowas bringt zwar Geld, ist aber leider nicht für jeden verfügbar, da begrenztes Angebot.
Zum anderen sind da reguläre Aushilfsjobs, die auch Nicht-Studenten offen stehen und durchaus geeignet sind, seinen Lebensunterhalt davon zu bestreiten. Allerdings kann man bei diesen i.d.R. (Ausnahmen gibts immer) nicht unbedingt seine Zeit frei einteilen, sondern muss das so nehmen, wie's kommt. Wohl dem, der arbeiten kann, wenn er will und nicht der Boss ;)

Erstere Art von Job wird einem bestimmt helfen, was das Studium angeht, und es nicht unnötig verlängern (auch hier: i.d.R., es gibt Ausnahmen, wie überall). Ich hab selber 5 Jahre Hiwi "gespielt" und weiß, dass das kein Problem ist. Dafür ist halt die Bezahlung mies und man muss mit einer Menge Idealismus bei der Sache sein. Für den Lebensunterhalt reicht DAS aber alleine nie und nimmer.

Die zweite Art von Job kostet als erstes mal Studienzeit. In manchen Studiengängen und Semestern kommt man damit gut klar, in anderen widerum nicht. Die meisten, die solche Jobs BRAUCHEN, werden auch eine längere Studienzeit in Anspruch nehmen müssen. Eine einfache Suche bei Google zu dem Thema fördert hunderte Seiten zu Tage, die genau das als Kontext haben. Wenn dem nicht so wäre, würde man das sicher nicht in dieser Deutlichkeit betonen. Das heißt aber nicht, siehe oben, dass es keine Ausnahmen gibt. Schön also für jeden, der eine gut bezahlte Arbeit findet, die es ihm erlaubt, sein Leben selbst zu finanzieren UND dabei sein Studium in Regelzeit durchzubringen. Respekt davor, ganz ehrlich. Den meisten gelingt sowas nicht.

Kleine Anmerkung am Rand:

Vom Bafög muss ich nach Studienende ja die Hälfte wieder zurückzahlen, daher sollte man für eine Berechnung auch nur den halben maximalen Bafögsatz anlegen. Die meisten, die Bafög kassieren, werden wohl nur das verwenden, was gratis ist, denn wer mag schon gleich verschuldet sein, wenn er anfängt, zu arbeiten?! Auch dies kann durchaus ausschlaggebend sein, sich einen (lukrativen) Nebenverdienst zu verschaffen.
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Beitragvon Charlotte » 09.07.2008 18:31

Auch zum Thema Anpassung an gestiegene Lebenshaltungskosten empfehle ich erst mal nach Fakten zu suchen, anstatt mit Vermutungen um sich zu werfen:

Ab dem WS 2008/09 werden die BaföG-Sätze angehoben:
"Zehn Prozent hat sich der Bundestag abgerungen: So viel mehr erhalten Studenten ab dem Wintersemester 2008/09. Das bedeutet, dass der Förderungshöchstsatz von 585 auf 643 Euro pro Monat steigt. Wer sich erst im März 2009 für die staatliche Unterstützung bewirbt, für den gibt es noch einmal fünf Euro mehr (aus Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag). Außerdem erhöhen sich zum Wintersemester die Freibeträge für das Einkommen der Eltern um acht Prozent."

Außerdem:
"Minijobber aufgepasst
Arbeiten und BAföG-Beziehen schlossen sich bisher weitgehend aus. Das ändert sich im Wintersemester: Der Nebenjob auf 400-Euro-Basis ist nun erlaubt, ohne dass deswegen der BAföG-Anspruch verfällt oder gekürzt wird. Bisher lag die Freigrenze bei 350,50 Euro brutto pro Monat - ein denkbar ungünstiger Betrag in Zeiten der 400-Euro-Jobs. Da dieser Freibetrag als Jahrespauschale, also mal zwölf, galt, mussten Studenten bislang eineinhalb Monate pro Jahr in ihrem Mini-Job aussetzen. Das ist nun Vergangenheit."

Und:
Selbst ein Vollstudium im Ausland wird per BaföG ab dem WS 2008/09 gefördert.

Näheres dazu auf den o.g. Seiten

Zum Höchssatz: "Derzeit erhalten finanziell geförderte Studenten durchschnittlich rund 370 Euro BAföG."

Zur Verfügbarkeit von Hiwi-Jobs: an der Passauer Uni noch und nöcher. Augen aufhalten, der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre sucht beispielsweise gerade mal wieder...

Zur Rückzahlung von BaföG: diese ist einkommensabhängig! Der Staat fördert nicht erst Studenten um sie hinterher in die Schuldenfalle zu stürzen, im Gegenteil, der Staat hat Interesse daran gut verdienende Steuerzahler heranzuzüchten.

Zum Thema Verschuldung: Ansichtssache, genauso wie Studiengebühren. In angelsächsischen Ländern ist es fast normal durch teure (!!!)Studiengebühren verschuldet ins Berufsleben zu starten. Bildung wird dort als Serviceleistung gesehen, ein hohes Gut, in das es sich zu investieren lohnen kann. Aber das ist, wie gesagt, eine Einschätzung, die jeder für sich treffen muss.
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Beitragvon Taroko » 09.07.2008 19:12

Charlotte hat geschrieben:Auch zum Thema Anpassung an gestiegene Lebenshaltungskosten empfehle ich erst mal nach Fakten zu suchen, anstatt mit Vermutungen um sich zu werfen...


Lass bitte diese Sticheleien! Persönliche Anfeindungen haben hier nichts zu suchen, ok?


Zu Deinen Hinweisen:

Find ich gut, dass die Sätze erhöht wurden. Das ändert zwar erst etwas ab dem nächsten Wintersemester und ist für die aktuelle Situation irrelevant, aber ein Positivum ist das auf jeden Fall. Wie sich das auf das Studium auswirkt, werden wir Ende nächsten Jahres wissen, wenn vielleicht erste Untersuchungen zu dem Thema erscheinen.

Was die Passauer Hiwistellen angeht, nunja, viele ist immer relativ. Typisch Student tummeln sich auf ein paar sehr interessanten immer ne Menge Bewerber, und auf anderen warten die Lehrstühle ewig auf Verstärkung. Ist normal, war schon immer so und ändert nichts daran, dass es prinzipiell zu wenig gibt. Es nutzt dem Lehramtsstudenten ja nix, am Lehrstuhl vom Schildbach (gibts den eig. noch?) Bilanzen zu wälzen, oder beim Herrn Haase zu "steuern". Wenn schon so studienbegleitend sollte das doch irgendwo auch was mit den eigenen Interessen zu tun haben, ansonsten würde es ein externer (und mglw. deutlich besser bezahlter) Job auch tun. Ich denke mal, dass dies durchaus mit ein Grund ist, warum bestimmte Hiwistellen partou nicht besetzt werden (können).

Zum angelsächsische Studiensystem, nunja, da bin ich ziemlich gegensätzlicher Meinung. Ich finde nicht, dass horrende Gebühren und auf Jahre verschuldete Absolventen das sind, was Deutschland gebrauchen kann. Von wirtschaftlichen UND politischen Standpunkten wäre das eine einzige Katastrophe. Überleg mal, welche Diskussionen alleine 500 € pro Semester bereitet haben. Würde das plötzlich verzehnfacht, gäbe es Aufstände, die wir SO noch nicht erlebt haben. Abgesehen vom Legen eines idealen Nährbodens für linken Terrorismus. Nee, das mag dort klappen, aber ist hier momentan keine Option, egal, was man davon hält ;)
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Beitragvon Charlotte » 09.07.2008 19:47

Wie bereits gesagt: Studiengebühren sind Ansichtssache. Ich für meinen Teil habe es sehr genossen an einer Hochschule zu studieren, die mir kleine Kurse mit maximal 30 Teilnhemern garantieren konnte, wo Professoren sich nicht zu fein sind Tutorien zu halten und sich persönlich mit jedem einzelnen Studenten auseinander setzen, ich an Verwaltungsstellen äußerst zuvorkommend behandelt wurde,
genügend Bibliotheksarbeitsplätze vorhanden sind, Räume bestens ausgestattet sind, eine Studentenkultur mit zahlreichen von der Uni finanziell unterstützen Vereinen und Clubs herrscht, E-mail-Anfragen binnen Stunden beantwortet werden, die mir bei der Job- und Wohnungssuche hilft, ... die Liste der Vorteile einer "Service-Uni" ist fortsetzbar.
Allerdings stimme ich dir zu, dass ein solches System hier in D bis auf weiteres nicht einführbar ist, schon allein aus gewachsenen Mentalitätsunterschieden.

Den Lehrstuhl für Revision und Unternehmensrechnung Prof. Schildbach gibt es übrigens nach wie vor.

Und: Ich bin in keiner Weise persönlich geworden... wenn du das so interpretierst: war nicht so intendiert.
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Beitragvon Taroko » 09.07.2008 19:57

Wie gesagt, ich bin da eher der Ansicht "Recht auf Bildung für alle!", anstatt diese nur einigen wenigen privilegierten zu ermöglichen, ganz gleich welche Vorteile dies für diese Auserwählten hat. Es gibt i.Ü. auch in Deutschland einige sehr elitäre und privat finanzierte Hochschulen, die Dir genau die von Dir erwähnten Pluspunkte bieten könnten, man muss sie sich aber eben nur leisten ;)

Gegen beides parallel hab ich auch nichts, denn das würde das allgemeine Bildungssystem und die Chancengleichheit aller nicht stark beeinflussen. Bleibt dann halt, wie jetzt auch, eine reine Frage des Geldes, wo ich mich ausbilden lasse.
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Beitragvon Supaeasy » 09.07.2008 21:46

Aufstände, die wir SO noch nicht erlebt haben


Naja, schlimmer als in den 60ern bis 70ern kann es ja wohl kaum kommen. Wobei ich das ehrlich gesagt extrem geil fände...

Man muss sich einerseits vor Augen halten, was passieren würde, wenn auf einmal eine ganze Generation nur noch studieren würde - extreme Wirtsschaftseinbußen wären die Folge... Andererseits gibt es für nen - extrem ausgedrückt - Vollwaisen, der völlig verarmt ist, aber ein 1,0 Abi hat IMMER ein Stipendium. Und das auch bei Privatunis.

Beispiel aus Hamburg: Bei mir in der Nähe ist die Bucerius Law School, die erste und bislang einzige Privatuni für Jura in Deutschland (soll wohl bald noch eine irgendwo eröffnet werden) Du zahlst horrende Gebühren, allerdings bieten sie dir auch optimale Lernmöglichkeiten, perfekte Betreuung und einen schnellen Abschluss (Trimester) - Allerdings darf dort auch wirklich nur die Bildungselite studieren. Auf meine Anfrage nach den Erfordernissen sagte man mir mit einem Schnitt unter 1,4 bräuchte ich mich erst gar nicht zu bewerben. Einer aus meiner Stufe - 1,0 Abi - hat sich dort beworben und wurde aufgrund seines schlechten SCHRIFTBILDES abgelehnt (mit anderen Worten er hat einfach ne Sauklaue, hat aber den Eingangstest wunderbar bestanden.) Eine andere dagegen hat es geschafft. Wobei man hierzu sagen muss: Er hatte Geld, sie nicht. Und deshalb hat sie auch ein Stipendium bekommen und musste nur das erste Jahr Studiengebühren zahlen - und selbst das in Raten.

Und wo war das denn eigentlich persönlich, was Charlotte gesagt hat? War doch ganz allgemein gefasst...
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Beitragvon Taroko » 09.07.2008 22:02

Supaeasy hat geschrieben:Und wo war das denn eigentlich persönlich, was Charlotte gesagt hat? War doch ganz allgemein gefasst...


Nicht, dass das hier jetzt das Thema wäre, aber den Zusammenhang verstehst Du nicht, das war eine kleine Folge Mod-interner Diskussionen. Es IST eine Stichelei ihrerseits gewesen, und sie weiß das auch. Damit ist dieses Thema hier erledigt. Punkt.

back to topic:

ich sag ja, es gibt auch hierzulande bereits private Hochschulen. In Witten-Herdecke bspw. steht eine für Wirtschaft. Die Kosten für Studenten ohne herausragende Leistungen sind da halt entsprechend happig. Das gute Vorbildung gefördert wird, davon geh ich sowieso aus, das ist in Amiland ja nicht anders. Und für die Lehranstalten sind überdurchschnittliche Studenten natürlich DAS Aushängeschild. Solche lassen sich aber halt nicht immer nur unter den zahlenden Klienten finden. Da beißt man doch gerne in den sauren Apfel und bietet Stipendien an. Lockangebote wie im Mediamarkt ;D
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Beitragvon Supaeasy » 09.07.2008 22:33

Also das find ich jetzt aber uinfair, Stipendien für gute aber arme Studenten als "Lockangebot" darzustellen. Freu dich doch lieber, dass es das überhaupt gibt. Andersrum würdest du nämlich genauso meckern. Als ob die Unis das nötig hätten.
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Beitragvon Taroko » 09.07.2008 22:45

hehe, es ist aber nichts anderes als ein Lockangebot. Sorry, dass ich keinen besseren Namen für fand, aber ich find, es passt im Großen und Ganzen.
Schau, die elitären Privatunis geben extrem guten Abiturienten die Chance, bei ihnen ausgebildet zu werden, kostenlos. Für diejenigen dürfte das sicher sowas wie ein Jackpot sein, schließlich sind Lernen und Umfeld inkl. Zukunftsperspektive bedeutend besser als an staatlichen Einrichtungen, brauchen wir nicht zu diskutieren. Nur: die wollen auch finanziert werden, also benötigen sie zahlungskräftige Kundschaft, die bereit ist, für das Angebot und den Ruf etwas springen zu lassen. Je mehr sehr gute bis ausgezeichnete "Business-Men" (sorry für die Verallgemeinerung) sie hervorbringen, desto besser der Ruf der Uni, was widerum neue Kundschaft anlockt. Sprich, sie fördern die (armen) Talente, damit die Reichen vom Namen profitieren können und die Hochschule weiter finanzieren.
Im Grunde also nichts anderes, als das, was MM und Co. auch immer machen, nur auf einem etwas gehobeneren Level. Ich will das in keinster Weise schlecht machen, denn dieses System hat ja keine wirklichen Verlierer. Die einen erhalten gratis eine erstklassige Ausbildung, und die anderen bezahlen für den dadurch sehr guten Ruf. Eine Hand wäscht eben die andere.
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Beitragvon Supaeasy » 09.07.2008 22:54

Taroko hat geschrieben:dieses System hat ja keine wirklichen Verlierer. Die einen erhalten gratis eine erstklassige Ausbildung, und die anderen bezahlen für den dadurch sehr guten Ruf. Eine Hand wäscht eben die andere.


Ja und wo ist jetzt bitte das Problem? Die, die Geld haben zahlen für die, die keins haben. So ist unser kompletter Staat aufgebaut... Ich seh da das Problem nicht. Und außerdem: die, die Geld haben, deren "Pflicht" ist es auch, dieses wieder in die Wirtschaft einzubringen. Und ich kann mir keinen besseren Zweck vorstellen, als dieses Geld in die Ausbildung eines Menschen zu investieren, dem sonst diese Möglichkeit nicht offenstünde und man so Chancengleichheit herstellt.
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