zefix, jetzt muss ich wieder soviel zitieren
Supaeasy hat geschrieben:Inwieweit sich die Studiendauer verlängert kann ich nicht sagen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich durch 15-20 Stunden Arbeit die Woche meine Lernleistung verschlechtern würde. Dann sitz ich halt mal weniger vorm Fernseher.
Probiers mal aus, und dann sprechen wir uns wieder

15-20h die Woche sind ne Menge Holz, zumal Du Dir Deine Arbeitszeiten ja i.d.R. nicht danach aussuchen kannst, ob grad was in der Glotze läuft oder nicht. Meistens muss man dafür ganze Uni-Tage streichen, was sich schlussendlich doch in den Studienleistungen bzw. der -dauer bemerkbar macht. Es gibt empirische Erhebungen zu dem Thema, die besagen, dass Studenten, die arbeiten müssen, gut 30% länger für ihr Studium benötigen als solche, die das nicht brauchen. Auch ist die Abbrecherquote unter denen bedeutend höher, daher würd ich schon sagen, dass ein Job während des Studiums eher kontraproduktiv sein kann. Wohl dem, der das nicht nötig hat.
Naja und zu der Kleidung: das ist wirklich reine Erziehungssache. Klar kommen mal dumme Kommentare, wenn so gut wie alle außer dir selbst die gleiche neue Hose, den neuen Gameboy und das beste Handy haben. Aber ganz ehrlich: wer da nicht drüber steht, bzw. es nicht beigebracht bekommen hat drüber stehen zu können, der wird auch im Leben nicht weit kommen leider.
Genau das ist das Problem! Viele lernen heute eben nicht mehr, drüber zu stehen, sondern identifizieren sich über das, was andere von ihnen denken. Die Eltern nehmen da zu wenig Einfluss bzw. erkennen es nicht, weil in ihrer Zeit solche Auswüchse eher selten vorgekommen sind. Ich bin bspw. in der DDR aufgewachsen, da war von Markenfetischismus nicht viel zu sehen. Kleinmachen und sich auf Kosten anderer zu profilieren, das gabs dort jedoch genauso, in anderen Bereichen halt. Ich stimme Dir da zu, dass von Seiten des Erziehungssystems (betriftt ja nicht nur Eltern, sondern insbesondere auch die Lehrer) zuwenig getan wird, um den Kindern zu vermitteln, sie hätten alle die gleichen Chancen.
"Ich hab mich bei ner Modefachschule beworben, aber die haben gesagt ich hätte keine Ahnung von Mode und würde immer nur die Marke sehen" - ich lag unterm Tisch!
hehe, wie sagt man da so schön, Hochmut kommt vor dem Fall. Allerdings ist es auch wieder traurig, dass man jemanden so lange mit den falschen Vorstellungen hat durchs Leben gehen lassen. Von Ehrlichkeit und Offenheit haben die meisten heutzutage vermutlich nichts mehr gehört. Wenn ich mir dann all die zerstörten Hoffnungen bei DSDS bspw. ansehe, dann frag ich mich, ob die zuhause auf Selbstüberschätzung getrimmt wurden oder sich einfach niemand getraut hat, ihnen mal die Wahrheit zu sagen. Man muss ja nicht gleich sämtliche Träume zerstören, aber was spricht dagegen, Kindern etwas Realismus beizubringen?
Dann darfst du aber auch keine Umweltplaketten auf dem Auto haben, keine GEZ mehr zahlen, deinen Perso nicht mehr verlängern lassen und musst deinen Reisepass in die Mikrowelle legen um den neuen Chip zu schrotten...
hihi, ich hab weder ne Umweltplakette auf meinem Auto, noch zahle ich GEZ-Gebühren oder lass mir biometrische Merkmale in den Reisepass stanzen. Von der Seite her gesehen darf ich auch den ersten Stein werfen, denn ich bin ohne Sünde

Recht auf einen gesunheitsunschädlichen Arbeitsplatz? Was ist denn mit Soldaten, Krankenschwestern (Legionellen, Röntgenstrahlung), Kanalisationsarbeitern, Fliesenlegern (Knie) usw.?
Korrekt, auch die haben Anspruch auf Schutz ihrer Gesundheit, wofür der Arbeitgeber zu sorgen hat! Dafür gibts arbeitsrechtliche Vorschriften, und da kann sich ein Arbeitnehmer drauf berufen. Kein Kanalarbeiter muss ohne SICHERE Schutzkleidung seine Arbeit verrichten (er kanns, er muss aber nicht - wichtiger Unterschied). Genausowenig braucht sich eine Krankenschwester ohne Schutz Rötgenstrahlung aussetzen, das darf sie ganz legal verweigern. Sobald eine Gefährdung der Gesundheit am jeweiligen Arbeitsplatz nicht oder nicht ausreichend minimiert werden kann, hat der Arbeitnehmer das Recht, die Ausführung der Aufgabe zu verweigern, ohne seine Ansprüche aus dem vertraglichen Verhältnis zu gefährden. Wo kann sich eine Bedienung auf sowas berufen?
Genau das ist eben der Punkt, gar nicht, wenn sie ihren Job behalten will. Klar hat sie den angenommen unter vollem Bewusstsein, was sie da erwartet, aber das haben vor 30 Jahren die Bergleute auch. Trotzdem wird denen heute Schutz zugestanden. Warum sollte die Entwicklung nicht auch in anderen Berufszweigen dazu führen, dass Leute, die den Job VOR Gesetzänderungen annahmen, davon profitieren dürfen? Es würde ja heutzutage auch niemand ne Reinigungskraft ungeschützt in einen Reaktorkern schicken, nur weil die das anfangs mit Wassereimer und Putzlappen im Miniröckchen gesäubert haben
