Das Problem bei den vielen größeren Dateien ist leider, dass häufig, von so Dingen wie OOo oder (vollständigen) Windows-SPs mal abgesehen, die wenigsten hier oben tauschbar sind. Viele laufen nur über die Server das Anbieters und integrierte Programmfunktionen (Adobe bspw.) oder sind so spezifisch, dass man ein File kaum mehrfach am Hamberg vorfinden dürfte. Ein Filesharing intern macht in den meisten Fällen mE daher wenig Sinn. Und wer mal hin und wieder ein Spielchen zockt, dafür dann dauernd Patches ziehen muss, weiß, dass Ruck Zuck das Kontingent hinüber ist. Ich bspw. spiele sehr gern Rollenspiele a la Neverwinter Nights, und allein dafür waren beim 2er hunderte MB an Updates notwendig, bis die meisten Bugs ausgemerzt waren. Nimmt man noch einen Online-Shooter, der immer aktuell gehalten werden muss, und zwei drei andere Games, ist man im Monat locker bei 1-2 GB allein dafür. Die Datenmengen, die WC hier voraussetzt, waren allenfalls vor 10 Jahren sinnvoll. Heutzutage, wo bereits Webseiten die Größe einer alten Diskette übertreffen und selbst mit DSL1000 fast ne halbe Minute laden, sind diese Volumina völlig aus der Luft gegriffen.
Abgesehen davon werden sie dem Hambergnetz kaum Entlastung bringen, denn das Problem der Perfomance war NIEMALS die Menge an Daten, sondern das gleichzeitige Offenhalten hunderter Streams für Filesharing-Tools, wodurch Webanfragen nur sehr verzögert weitergeleitet werden konnten. Ok gut, für WC werden sich die Kosten für das Internet im Haus nun sicher deutlich senken lassen. Bei derart kontrolliertem Übertragungsmanagement wird das Gesamtvolumen mit Sicherheit zurückgehen, und dafür bezahlen sie ja. Allerdings hilft uns das wenig und wird es eher schlimmer machen, denn wenn nach 2/3 des Monats plötzlich ne billige Webseite eine Minute zum Laden braucht (vorhin auf Spiegel-Online probiert - 1:02min!!!), Updates so gut wie gar nicht mehr möglich sind oder nur noch durch tagelanges angeschaltet lassen des Rechners (Stichwort: Autoupdates für Software), nervt das mehr als früher die Hänger zu Stoßzeiten. Jetzt fällt nämlich die Option, mal auf Nacht oder frühe Morgenstunden ausweichen zu können, gänzlich weg.
Auch wenn das ein abgedroschener Slogan ist, aber willkommen zurück in der Steinzeit des Internets
//edit
eine paar kleinere Entdeckungen am Rand:
1) Offenbar wird auch nach Überschreitung des Limits in der Zeit von 0 Uhr bis 9 Uhr morgens die Transferrate wieder auf 768kb/s hochgesetzt. Gut, ist zwar unter Tage etwas nervig, weil die Seiten so arg lange zum Laden brauchen, aber damit kann man leben. Werden größere Sachen ab sofort eben über Nacht gezogen!
2) Die Pings scheinen bedeutend besser geworden zu sein, auch mit gedrosselter Bandbreite. Stelle selten Werte über 100 fest, kann aber auch mit an der Tageszeit und den angesprochenen Servern liegen.
3) Leider scheint das System aber bedeutend instabiler zu laufen als früher, denn ich muss derzeit ca. alle 30-40min mein Modem reseten, um wieder eine Verbindung zum Server zu erhalten. Sowas ist selten dämlich, hoffe, das ändert sich noch. Ich versuche seit ner Stunde verzweifelt die 20megs des 1.90er Realtek-Vista-Treibers zu ziehen, aber das ist ne richtige Tortur, man kommt ja nimmer vom PC weg in der Zeit
4) Kleine Korrektur noch zu Markus' Ausführungen oben: meine Verbindungsprotokolle aus dem April bestätigen, dass die Bandbreite nac Überschreiten von 3 GB auf 256kb/s gesetzt wird und nicht, wie vermutet, auf 512. Meine Übertragungsraten fielen von einer Datei zur nächsten von durchschnittlich 90kB/s auf um die 32kB/s. Mag sein, dass das noch aus der Testphase stammt und ab Mai dann wirklich bei 64kB/s liegen sollte, aber im Augenblick sinds nach Schranke 1 nur noch 256k-DSL.